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1.12.09 23:04


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Heute ist mal wieder einer der langweiligsten Schultage, die sich mit der Zeit häufen, das nutze ich um meinen kleinen Bericht vom Chaco zu schrieben.
Am Mittwoch vorletzte Woche trafen wir uns das erste Mal mit Ute und Hermann Schmitz, den Repräsentanten und Gründern der ProParaguay Initiative. ProParaguay ist eine deutsch Hilfsorganisation mit einem Spenderkreis von mehr als 100 Personen, die Hälfte davon aus Kempten und den dort umliegenden Schulen. Sie planten mit uns zu einer Landwirtschaftsschule zu fahren, die von ihnen mitfinanziert und gegründet wurde/wird. Irgendwann kam dann die Nachricht, am Freitag geht es los. Freitags morgens um 7Uhr fuhren wir dann also mit dem Ziel „Landwirtschaftsschule Juan de Mena“ los, aber erst einmal zu einer andereb Deutschen Schule und redeten dort mit der Direktorin, dann fuhren wir zu dem örtlichen Supermarkt, mittlerweile schon etwas von Asuncion entfernt, und deckten uns dort mit dem nötigsten ein. Schmitz kaufen unter anderem mindestens 10Liter Kakao, 2kg Dulce de Leche und Tonnenweise Kekse für die Kinder dort. Danach hieß es „frühstücken“ wir kauften im supermarkt auch Instant Kaffee sodass wir nurnoch auf heißes Wasser angewiesen waren, welches wir dann auch in einer Art Hof, ärmlich eingerichtet, auf dem Feuer erhitzt bekamen. Danach fuhren wir weiter. Nun ging es ersichtlich aufs Land raus, Häuser wurden seltener Kühe wurden immer mehr, nach einiger Zeit ging es dann auf einen Abzweig auf eine Stein „Pflaster“ Straße, die uns auf teilweise für normale Autos unbefahrbaren Wegen bis nach Juan de Mena. Auf dem Weg dort hin sahen wir noch wie die Straße neu gemacht wurde, es bestand daraus, das 10 Leute auf dicken Steinblöcken rumschlugen um daraus einsetzbare Steine zu gewinnen. Nach Juan de Mena hörte die Steinstraße dann auf und es ging auf teilweise besserem Untergrund, aber teilweise auch abenteuerlichen Wegen bis zur Schule, die etwa 50km von Juan de Mena entfernt war. Zwischendurch machten wir noch einmal kurz vor einem Zuckerrohrfeld halt und schnappten uns etwas davon.
Dann schauten wir uns noch die Schule an , einer der Schüler nahm uns dann sofort in beschlag um uns voller Stolz den Garten zu zeigen. Die Schule versorgt sich mit den dort wachsenden Tieren und dem Gemüse komplett selber, was wir dann auch sofort zu Geschmack bekamen, weil nun das Mittagessen auf dem Programm standDanach schueten wir uns noch etwas in der Umgebung um, dafür hab ich auch ein paar bilder auf flickr.com hocgeladen, könnt ihr euch dort anschauen. Wir wurden die gnze Zeit von ein paar Schülern verfolgt, den scheinbar genauso langweilig war wie uns. Auf dem Rückweg riefen sie uns dann zu sich und fragten uns ob wir nich Mandarinen haben wollen, dann gingen wir auf den Bauernhof der direkt neben uns war, einer redete mit dem Bauern und holte sich das OK, dann hauten wir uns mit Mandarinen voll bis uns schlecht wurde. Danach erkundeten wir weiter die Umgebung auf der anderen Seite und gingen dann zusammen mit Ute und Hermann zum örtlichen „Supermarkt“ eher Tante-Emma-Laden mit spärlichem Sortiment, eine Sorte Zigaretten zwei Sorten Bier, noch etwas kleinkram, auf einer Fläche von vllt 3x5m
Zum abendessen gab es dann frisch geschlachtetes Huhn in einer Hühnersuppe. Abends fuhren wir dann noch auf eine Folklore Veranstaltung. Mittlerweile war es saukalt, und wir versuchten uns mit Zeitung und etwas laufen warm zu halten. Die Musik der Folklore ist schrecklich, es besteht aus dudelnder Musikorgel und Gesang auf Guarani. Um 11 verabschiedeten wir uns dann von allen und gingen dann ins Lehrerhaus schlafen.
Auf dem Land hat man ein komplett anderes Zeitgefühl, man wird müde wenn es dunkel wird und steht auf wenn es hell wird, so war ich total erstaunt gegen 8 schon komplett ausgeschlafen zu sein, ich dachte bis etwa 12 ich wäre gegen 11 aufgestanden und es wäre jetzt schon viel später. Wir sind dann wieder etwas rumgelaufen und haben uns zuckerrohr geklaut simon hat kaum geschlafen weil ihm die Suppe nicht gut bekommen ist und hat sich daraufhi wieder ins bett gehauen und ich ham mich draußen in der Sonne meinen ersten Sonnenbrand nach etwa 5Monaten geholt. Danach sind wir in die Schule gefahren und haben uns die Vorbereitungen für das Kinderfest angeschaut. Es wurden Murmeln verteilt und „Himmel und Hölle“ gespielt. Dann gab es eine Essensausgabe wo der Kakao und die Kekse zum Zuge kamen, daraufhin verschwanden die etwa 100-150 Kinder wieder und Hermann hatte zeit seine alljährliche Fotoshow zu machen. Aussedem wurde der Essensverkauf für das spätere Folklorefest gestartet. Ich hab ALLES probiert, denn es war alles saubillig, das meiste hat mir aber nicht geschmeckt oder sah unheimlich, fettig aus deshalb hab ichs irgendwelchen Kindern geschenkt, das beste war der Kuchen, aus schwarzem Honig, der wird aus Zuckerrohr gemacht, davon hab ich mir ein paar Stückchen gekauft und hab eines dem LKW fahrer geschenkt, der sich vor der Schule auf der Straße im Matsch eingegraben hatte, das passiert hier öfter, während ich da war ist es 3mal passiert das sich LKWs eingegraben haben. Ich verfolgte nun die Bergungsaktion, und hab auch ein paar Bilder gemacht (Flickr), ein Kterpiller kam und sie versuchten erst den LKW hinten anzuheben und dann nach vorne zu schieben, nun schob der Katerpillar aber das Vorderrad in den Matsch, und der LKW war komplett eingefahren. Danach schoben sie den LKW mit mehrern Anläufen nach Hinten raus.
Abends war dann auch in der Schule ein Volklore-Fest, es wurde damit angekündigt das die Musik aufgedreht wurde, das ist auf dem Land ein zeichen „kommt alle, hier sit was los“ so war es dann auch und letztendlich waren bis zu 700Leute dort, genau wie bei dem ersten Fest bestand dieses aus Gesang, Sketchen und Tänzen. Alles auf Guarani, wir verstanden garnix. Aussedem noch eine Asnprache von Hermann, und danach von Sixto, der dort die „Revolution“(Bauern haben ihr Land verlangt) vorangetrieben hat und jetzt Vizesenatspräsident ist, daraufhin waren die Straßen auch plötzlich alle schön planiert und glattgemacht, als sie hörten das hoher Besuch kommt.
Am Sonntag sind wir dann ncoh auf einen Bauernhof gefahren, ahb dazu auch ein paar Bilder gemacht, von diesem Bauernhof werden ein Hektar Land den er komplett selber bepflanzt und pflegt, seine 4 Söhne helfen ihm dabei. Dort is es komplett Bio und ohne Maschinen.
Danach sind wir zu Sixtos Vater gefahren, dieser hat auch einen Hektar und darauf 500-600 Ananaspflanzen und 300 Wassermelonenpflanzen, ausserdem Morrüben und Tomaten, alles 100% Bio, weshalb manche Leute aber sogar weniger bezahlen wollen. Danach sind wir noch zu einer Frau gefahren die irgendwie schon sehr lange mit Ute und Hermann zusammenarbeitet, sie hat uns zum Mittagessen eingeladen, dort haben wir dann leckere Sopa gegessen und Hühnersuppe, ausserdem Grapefruitsaft vom feinsten, von den Grapefruitbäumen haben wir uns dann auch noch eingedeckt mit Früchten und haben usnd ann auf den Heimweg gemacht.
4.9.08 19:03


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